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Der beeindruckende Opernplatz 14 in Frankfurt vor der Skyline
Immobilienmarkt 2026/27: Die Rolle hochwertiger Assets im aktuellen Marktumfeld

©Clarus

Ein komplexes und differenziertes Marktumfeld zwischen Stabilisierung und Neuausrichtung: So lässt sich der globale Immobilienmarkt im Jahr 2026 beschreiben. Das zeigt auch der JLL Global Real Estate Outlook 2026. Strukturelle Trends wie knappe Ressourcen, steigende Nutzeranforderungen und technologische Veränderungen setzen einige Segmente unter Druck. Premiumimmobilien dagegen profitieren von den aktuellen Entwicklungen. Dieser Artikel zeigt, welche der von JLL identifizierten Markttreiber dafür verantwortlich sind und welche strategischen Schlüsse das Asset Management daraus ziehen kann.

Der Immobilienmarkt 2026 auf einen Blick

  • Durch gestiegene Kosten für Baumaterialien, Energie und Arbeitskräfte entwickelt sich Effizienz zum zentralen Steuerungsfaktor im Asset Management.
  • Ein knappes Angebot bei hochwertigen Flächen verstärkt den Wettbewerb um Top-Assets.
  • Das Nutzererlebnis („Experience“) trägt entscheidend zur Differenzierung bei.
  • Technologische Entwicklungen wie Automatisierungen und KI verändern, wie Immobilien gesteuert und bewertet werden.
  • Bestandsgebäude zu optimieren und neu auszurichten, gewinnt an Bedeutung.

Entwicklungen in 2026/27: Stabilisierung unter neuen Vorzeichen

Nach einem herausfordernden Vorjahr stabilisiert sich der globale Immobilienmarkt 2026/27. Die Wirtschaften in den großen Märkten wachsen wieder, die Inflation hat ein moderates Level erreicht und das Zinsniveau ist gesunken. Der Global Real Estate Report von JLL blickt deshalb positiv auf das aktuelle Jahr: Laut den Autoren des Berichts nimmt die Dynamik bei Transaktionen zu und mehr Investoren werden wieder aktiv.

Das Marktumfeld bleibt trotz allem komplex, was zu einer differenzierten Entwicklung in den verschiedenen Segmenten führt. Qualität und Lage werden gegenüber einer breiten Streuung im Portfolio bedeutsamer – relativ gesehen.

Effizienz und Kostenmanagement: Der größte Treiber im Immobilienmarkt 2026/27

Ein effizientes Kostenmanagement hat 2026/27 laut JLL höchste Priorität im Corporate Real Estate. Und das nicht ohne Grund. Die Faktoren für gestiegene Kosten sind zahlreich: höhere Zinsen, höhere Löhne für qualifizierte Arbeitskräfte, auch aufgrund des Fachkräftemangels, sowie höhere Preise für Baumaterialien und Energie.

  • 69 Prozent der Befragten erwarten weiter steigende Projektkosten,
  • 72 Prozent der Befragten wollen vor allem operative Kosten reduzieren,
  • 51 Prozent legen den Fokus auf eine effiziente Flächennutzung,
  • 50 Prozent haben die organisatorische Effizienz im Blick.

Dadurch ist Effizienz kein operatives Thema mehr, sondern wird zu einem der wichtigsten strategischen Faktoren – auch im Asset Management. Hier findet eine Verschiebung statt: von der reinen Verwaltung zur Performance-Steuerung.

Angebotsknappheit verstärkt bestehende Marktmechaniken

In nahezu allen Assetklassen ist für 2026/27 mit einem Rückgang von Neubauaktivitäten zu rechnen. Beispielsweise im Bürosegment könnten Fertigstellungen in einzelnen Märkten um bis zu 75 Prozent zurückgehen.

Premiumimmobilien, die häufig als Landmark Assets eingeordnet werden, rücken damit stärker in den Fokus. Sie sind zentral gelegen, hochwertig ausgestattet und aufgrund dieser Merkmale nur schwer reproduzierbar. Durch das aktuelle Marktumfeld sind folgende Entwicklungen für diese Assetklasse wahrscheinlich:

  • Der Wettbewerb um Top-Assets wird stärker.
  • In Angebotsmärkten sind höhere Mieten möglich.
  • Der Druck zur Bestandsoptimierung steigt.

Landmark-Immobilien wie diejenigen der Clarus Management GmbH können von diesen Marktmechaniken strukturell profitieren.

„Experience“ als neuer Werttreiber für Premiumimmobilien

Die Erwartungen an Arbeits- und Lebensräume haben sich geändert. Das „Erlebnis“ wird bei den Nutzern von Objekten zum entscheidenden Faktor. Für 64 Prozent der befragten Personen im JLL-Report spielt hochwertige Qualität eine größere Rolle als die reine Nähe oder Bequemlichkeit, wenn sie einen Ort auswählen, an dem sie andere Menschen treffen. 69 Prozent sind demnach auch bereit, für hochwertige Nutzererlebnisse mehr zu zahlen.

Premium definiert sich also nicht mehr nur über die Lage, sondern über das Gesamtkonzept. Es entsteht ein „Produkt“ mit spezifischen Eigenschaften und Vorteilen. Stimmen Qualität und Nutzererlebnis mit den Erwartungen überein, können Landmark Assets als einzigartige Premiumimmobilien einen echten Wettbewerbsvorteil erzielen und eine zahlungsbereite Kundschaft anziehen. Ein Beispiel hierfür ist das Palais an der Oper in München. Die Clarus Landmark-Immobilie befindet sich in Top-Lage und versucht, diesem neuen Anspruch gerecht zu werden. Sie vereint Retail, hochwertige Wohnungen, Gastronomie und erstklassigen Mieterservice.

©Clarus Im Palais an der Oper in München legt die Clarus Management GmbH großen Wert auf eine enge Mieterbeziehung, um das Nutzererlebnis so angenehm wie möglich zu gestalten.

Aktives Asset Management als Schlüssel: Mehr Effizienz und Kontrolle über Immobilienkosten

Steigende Kosten sind, wie bereits erläutert, das Top-Thema am derzeitigen Immobilienmarkt. Laut JLL könnten beispielsweise die Energiekosten bis zu 26 Prozent der Miete ausmachen. 72 Prozent der befragten Unternehmen konzentrieren sich daher auf eine effiziente Kosten- und Budgetverwaltung.

Konkrete Hebel für eine effiziente Asset Performance

Asset Manager können verschiedene Hebel nutzen, um das aktuelle Marktumfeld optimal zu nutzen. Im Vordergrund steht die wettbewerbsfähige (Re-)Positionierung der Immobilie am Markt. Das kann mithilfe dieser Strategien gelingen:

  • Immobilien-Investments optimieren: wertsteigernde Maßnahmen wie Modernisierungen, ESG oder technische Upgrades
  • Flächeneffizienz erhöhen: optimierte Grundrisse, flexible Nutzungskonzepte für einen optimalen Mietermix und proaktives Leerstandsmanagement
  • Operative Kosten steuern: strukturierte Wartungs- und Serviceverträge, die Dienstleister bündeln und leistungsorientiert vergütet werden
  • Digitale Tools und KI einsetzen: für Predictive Maintenance, Echtzeit-Monitoring von Verbräuchen oder ESG-Kriterien, datenbasierte Markt- und Mietpreisanalysen sowie automatische Reporting-Prozesse.

Gerade beim Einsatz von KI ist das Potenzial noch nicht voll ausgeschöpft. Trotz zahlreicher Pilotprojekte – bei mehr als 90 Prozent der befragten Unternehmen – erreichten nur 5 Prozent von ihnen ihre Programmziele. Oftmals fehlt es an der Dateninfrastruktur, am Change-Management, an Fachkräften sowie an einer systematischen Herangehensweise. Wer es schafft, diese Lücke zu schließen, kann seine Prozesse mithilfe von KI-Tools optimal gestalten. Fundierte Datenanalysen, etwa von Benchmark-Faktoren oder Big Data, gelten zum Beispiel als eine entscheidende Stellschraube für mehr Effizienz im Immobilienbereich.

Landmark Assets im Portfolio: stabil und relativ stark

Die Hebel rund um die strategische Positionierung gelten für alle hochwertigen Immobilien. Besonders deutlich zeigen sie sich jedoch bei Landmark Assets, die aufgrund ihrer Sichtbarkeit, Lagequalität und komplexen Nutzung eine besondere Rolle im Portfolio einnehmen.

Im aktuellen Marktumfeld können sie als stabilisierende Elemente fungieren. Sie bieten keine absolute Sicherheit, aber gewinnen an relativer Bedeutung, insbesondere dort, wo strukturelle Knappheit, hohe Qualität und gezieltes Asset Management zusammenkommen.

Der Wert solcher Assets leitet sich nicht allein aus ihrer Lage ab. Faktoren wie Effizienz, Nutzererlebnis und strategische Positionierung werden zunehmend entscheidend für Performance und Resilienz. Für Investoren und Asset Manager bedeutet das: Qualität bleibt zentral, entfaltet ihren Wert jedoch erst durch aktive Steuerung. Gelingt die Repositionierung, können Landmark Assets zu Core-Immobilien werden: erstklassige Bestandsobjekte in Top-Lagen mit stabilen Mieteinnahmen und minimalem Managementaufwand.

Wie sich Immobilienwerte durch aktives Asset Management gezielt sichern und steigern lassen, zeigen wir in unserem Beitrag zur Werterhaltung und Wertsteigerung von Immobilien.

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